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Verlobung mit Hindernissen von Fran C. Stuart — Resümee

(In freundlicher Zusammenarbeit mit dem dp Verlag)

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Kennst du schon? Verlobung mit Hindernissen von Fran C. Stuart - Ausblick

Titel: Verlobung mit Hindernissen
Autorin: Fran C. Stuart
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH (24. Januar 2020)
Taschenbuch: 356 Seiten

Kurz und Knapp: Sue Watson, eine 29-jährige Verlagsangestellte, führt eine mehr oder minder glückliche Beziehung mit Lance. Gegensätze ziehen sich schließlich an, so sagt man, oder? Doch als Sue auf Arbeit Bekanntschaft mit ihrem neuen Chef macht, traut sie ihren Augen nicht. Der neue Chef ist kein Unbekannter, sondern Rupert – ihre große unerwiderte Liebe noch aus alten Schultagen. Um vor ihm gut dazustehen, erfindet Sue kurzerhand ihre Verlobung mit Lance. Doch schon kurze Zeit später beginnt alles aus den Fugen zu geraten.

Keywords: Liebe, Jugendliebe, Hochzeit, Freundschaft

Charaktere im Buch:
Fran_C_Stuart_Verlobung_mit_Hindernissen_(Charaktere)


Ein Wechsel aus Instruktionen für einen Bungeesprung von einem Staudamm und den angsterfüllten Gedanken von Sue Watson, die diesen gleich vor sich hat, es aber eigentlich gar nicht machen möchte und nur für ihren Freund Lance hinter sich bringen will…

Energiegeladen und humorvoll, so startet der Leser in den Liebesroman „Verlobung mit Hindernissen“ von Fran C. Stuart, denn direkt im Anschluss an das Bungeejumping folgt der romantische Teil mit einem Dinner im Kerzenschein und einem unerwarteten Heiratsantrag. Der Antwort schuldig wirft die Autorin den Leser jedoch einen Monat zurück.

Zuerst muss ich loswerden, dass mich das Buch extrem gut unterhalten hat und auch wenn die Story vielleicht nicht vor Hochspannung zu Atemnot führt, war es trotzdem unfassbar mitreißend. Meine Neugier darauf, wie es wohl weitergeht, war unentwegt vorhanden. Das schaffen gerade in letzter Zeit, wo ich mich recht wenig neben der Arbeit zum Lesen motivieren kann, nur sehr wenige Bücher. „Verlobung mit Hindernissen“ ist eines davon.

Die Autorin ist in London geboren und aufgewachsen. Vermutlich hat sie deshalb auch London als Handlungsort ihres Buches gewählt. Etwas Vertrautes, ein Ort, den sie kennt. Ich finde es gelungen, mag London als Ort für Liebesromane ohnehin.

Die Protagonisten des Buches lernt der Leser ausreichend kennen, für mich sind vier davon am entscheidendsten für die Story. Da gibt es den eher uncharmanten Chef Albert Cliffson, der unentwegt die alten Standards seines Verlags aufrechterhalten will und noch nicht so richtig begreift, dass der Verlag dringend mit der Zeit gehen sollte, um bestehen zu bleiben. Und da gibt es Sue, eine Angestellte des Verlags und der Mittelpunkt des Buches. Ihr Potential in dem Unternehmen wird noch nicht so richtig erkannt, überwiegend erledigt sie Assistenzaufgaben und bekommt kaum bis sogar keine Chancen sich kreativ zu beteiligen. Hinzu kommt ihr Privatleben. Sie glaubt zwar glücklich in ihrer Beziehung mit Lance, einem Zahnarzt, zu sein, scheint in dieser Beziehung aber im Grunde eine ganz andere Person zu sein als in ihrem restlichen Alltag, in dem sie so gar nicht spontan ohne nachzudenken agiert. Sue befindet sich also noch mittendrin herauszufinden, was sie konkret vom Leben erwartet und wie sie das zu erreichen vermag. Als dann plötzlich ihre alte Jugendliebe Rupert als neuer Chef des Verlags im Büro steht, dreht sich alles in ihrem Kopf, so dass sie sogar so weit geht eine Verlobung mit ihrem Freund zu erfinden. Schrittweise beginnt Sue dann aber damit sich selbst zu finden und sich zu entfalten, was vor allem damit verbunden ist endlich dem nachzugehen, was sie im Grunde möchte.

Und dieser schrittweise Weg dahin ist von der Autorin Fran C. Stuart äußerst charmant und witzig präsentiert. Für mich ein Paradebeispiel für einen humorvollen Liebesroman. Ein bisschen unglaubwürdig dabei fand ich aber die Tatsache, dass Rupert immer vor Ort ist. Ich kaufe die Geschichte an diesen Stellen einfach nicht so richtig ab. Für mich wirkt es einfach komisch, dass Rupert permanent da ist, sei es nun beim Anschauen einer potentiellen Hochzeitslocation oder beim Familienessen. Ein gutes Verhältnis zwischen Sue’s Eltern und Rupert ist mir als Grund dafür einfach nicht ausreichend genug. Ich meine, wenn ich in einer festen Beziehung bin und meine Eltern jemanden aus meiner Schulzeit einladen, in den ich jahrelang verliebt war, das fänd ich schon unpassend und schräg. Oder geht das etwa nur mir so? Vielleicht sollte ich sowas bei einem Liebesroman aber auch einfach nicht so genau hinterfragen, irgendwie muss Sue am Ende ja mit dem Richtigen zusammen kommen. ;)

Schwierig fand ich am Ende aber wirklich die kreative Idee von Sue, um den Verlag voranzubringen. Lernstorybücher mit spielerischen Elementen wie eine Geschichte mit einer Figur, die nach und nach mit dem Erlernen neuer Kenntnisse und Fähigkeiten weitere Gegenstände erhält, wie zum Beispiel eine Lupe, finde ich toll. Game-based Learning ist generell voll mein Ding. Die Erweiterung des Ganzen um zwei Varianten, einmal für Mädchen in pink und rosa und einmal für Jungs war mir dann aber doch zu viel. Das erinnert mich zu sehr an Überraschungseier. Ich liebe Ü-Eier, habe die Aufschlüsselung in Mädchen und Jungs Ü-Eier aber von Beginn an gehasst und dabei bin ich gar nicht so versessen auf den ganzen Gender-Kram. Eigentlich lege ich darauf so gar keinen Wert. Nur bei Ü-Eiern irgendwie und die Analogie zu den Lernstorybüchern war mir einfach zu viel, deshalb auch nicht mein Fall. Ich glaube aber, dass das anderen Lesern so gar nicht negativ aufstößt, nur mir irgendwie.

Alles in allem habe ich das Buch aber verschlungen, musste regelmäßig lächeln und einmal sogar aus vollem Herzen lachen. Das Buch hat mich zum Lachen gebracht, mir einfach Freude bereitet. Genau deshalb ist es meinen Erwartungen an einen tollen Liebesroman auch gerecht geworden und ich kann es euch nur empfehlen.

Meine Bewertung zum Buch:

Story

Originalität

Spannung

Überraschungseffekt

Schreibstil

Weiterempfehlung

Gesamt

 

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