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Unter Deck von Sophie Hardcastle — Resümee

(In freundlicher Zusammenarbeit mit dem Kein & Aber Verlag)

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Kennst du schon? Unter Deck von Sophie Hardcastle - Ausblick

Titel: Unter Deck
Autorin: Sophie Hardcastle
Verlag: Kein & Aber; 1. Auflage, neue (11. Mai 2021)
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten

Kurz und Knapp: Olivia ist jung, noch unentschlossen, was sie von ihrem Leben erwartet und für sich möchte. Dann entdeckt sie die Liebe zum Meer und beschließt zu Segeln. Zwischen der Freiheit des Meeres, erlebt sie dort auch ihren schlimmsten Albtraum.

Keywords: Meer, Vergewaltigung, Liebe, Freundschaft

Charaktere im Buch:
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Olivia weiß, dass es Zeit ist zu sterben. Mit 29, nur einen Tag vor ihrem 30. Geburtstag, beschließt sie zu gehen…

Ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Dieser Roman ist einmalig und absolut originell. Etwas Vergleichbares habe ich noch nicht gelesen. Die Autorin versteht es sämtliche positive Assoziationen, wie Freiheit aber auch Entspannung und Ausgeglichenheit, die mit dem Meer verbunden sind mit etwas Schrecklichen – einer Vergewaltigung – zu verknüpfen. Freiheit auf der einen und Gefangenschaft, durch hilfloses Ausgeliefertsein, auf der anderen Seite.

Die Protagonistin Olivia befindet sich noch mitten in ihrer Selbstfindungsphase. Sie ist noch unsicher, was sie sich vom Leben verspricht, welchen Beruf sie ausüben oder mit wem sie ihre Zeit auf welche Art und Weise verbringen möchte. Während dieser Entwicklung begleitet der Leser Olivia und erfährt viel aus ihrer Gedankenwelt und von ihren Entscheidungen, einige davon nachvollziehbar, andere nicht wirklich. Als sie ihre Liebe zum Meer und Segeln entdeckt, ahnt sie noch nicht, dass sie dort gleichzeitig ihren schlimmsten Albtraum erleben wird, sich am Ende dann aber doch auf gewisse Weise für ihre eigene Freiheit entscheidet.

Der Autorin Sophie Hardcastle ist es auf herausragende Art gelungen mit Olivia einen Charakter zu entwickeln, mit dem man als Leser sowohl mitfiebern als auch mitleiden möchte. Sie ist sympathisch und irgendwie hilfesuchend, aber eben nicht wirklich -findend.

Zwei Passagen sind mir im Buch besonders hängen geblieben, auf die ich es jetzt schwierig finde einzugehen, ohne zu viel zu verraten. Zu Beginn der Story, als Olivia sich das erste Mal auf einem Segeltrip befindet, erzählt ihr Mac, zunächst eine Zufallsbekanntschaft, dann ein Freund, eine Geschichte von einem Unfall oder Selbstmord (man weiß es nicht) und seiner persönlichen Sichtweise darauf. Dies hat mich besonders berührt, vor allem weil es zum Buchende hin erneut eine zentrale Rolle spielt, ohne dass die Autorin nochmal Bezug dazu nimmt. Unfassbar berührend. Traurig und zugleich wunderschön.

Bevor ich diese Rezension mit einem kurzen Fazit schließe, möchte ich noch auf das Offensichtliche zu sprechen kommen. Hier zunächst zum Positiven – dem Cover. Ich liebe die optische Aufmachung des Buches, war sofort gefesselt von dem dunklen blau und den goldfarbenen durchgezogenen Wellen. Wunderschön und super fürs eigene Bücherregal. Nun aber zum großen Manko. 23 € für ein kurzes und dann auch noch kleinformatiges Hardcover-Buch ist schon eine Ansage. Hier muss man als potenzieller Käufer schon genau abwägen, ob man das möchte.

Wenn man sich dann aber für das Buch entschieden hat, erwartet einen ein wahnsinnig bild- und sprachgewaltiger Roman, von dem ich eingangs nicht erwartet hätte, dass er mich so fesselt und überzeugt, wie er es getan hat. Eine ganz klare Leseempfehlung.

Meine Bewertung zum Buch:

Story

Originalität

Spannung

Überraschungseffekt

Schreibstil

Weiterempfehlung

Gesamt

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