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Wolkenschloss von Kerstin Gier — Resümee

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Kennst du schon? Wolkenschloss von Kerstin Gier - Ausblick

Titel: Wolkenschloss
Autorin: Kerstin Gier
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 2 (9. Oktober 2017)
Taschenbuch: 464 Seiten

Kurz und Knapp: Fanny Funke ist als „Mädchen für alles“ die Jahrespraktikantin im Hotel Wolkenschloss. Während der Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel ist viel zu tun, das Hotel ist schließlich voll ausgebucht. Bei einigen Gästen gilt „sehen und gesehen werden“ und bei anderen gilt es etwas anderes vorzugeben, als man ist. Es gibt viele Geheimnisse und Vertrauensentscheidungen zu treffen.

Keywords: Hotel, Weihnachten, Silvester, Liebe, Diamanten, Entführung

Charaktere im Buch: Dieses Mal gibt es keine Charaktergrafik, da am Ende des Buches eine Auflistung der Personen vorhanden ist. Top, meiner Meinung nach ;)


Das Buch startet mit einem Prolog, indem der Leser mitten ins Geschehen des jährlich stattfindenden Silvesterballs im Hotel Wolkenschloss geworfen wird oder besser gesagt in die dunkel versteckten Randgeschehnisse des Silvesterballs, bei denen sich die Protagonistin Fanny Funke verstecken muss.

Die Hauptperson Fanny ist quirlig und unentschlossen oder eher wenig zielstrebig, zumindest zu Beginn des Buches. Sie hat das Abitur abgebrochen, nachdem sie die 10. Klasse wiederholen sollte und ihr der Gedanke dies zu tun und ihrer besten Freundin dadurch nicht mehr so nahe zu sein so gar nicht in den Kram passte. Da Fanny jedoch weder volljährig war, noch über ausreichend Geld verfügte um sich einen Auslandsaufenthalt zu finanzieren, nahm sie ein unbezahltes Praktikum als „Mädchen für alles“ im Hotel Wolkenschloss an. Dort durchläuft sie als Jahrespraktikantin alle Abteilungen und übernimmt alle möglichen Aufgaben.

Hier und da bekommt sie dadurch spannende aber auch abtrünnige und gefährliche Dinge mit, von den Gästen und dem Personal…

Es handelt sich hierbei um ein Jugendbuch und ist vermutlich genau deswegen auch primär für Jugendliche geeignet. Mir hat der Schreibstil von Kerstin Gier zwar zugesagt, aber die Handlungsstränge und manche Verhaltensweisen, insbesondere von der Protagonistin Fanny, waren zeitweise zu kindlich und unbedacht, so dass man sich als erwachsener Leser dann doch hin und wieder an den Kopf fassen musste.

Ich kann nicht sagen, dass ich das Buch schlecht fand. Das war es einfach nicht. Ich habe es so runtergelesen und fand es doch irgendwo ganz gut aber wie gesagt, diese Stellen des unbeholfenen, fast schon „dümmlichen“ Mädchens haben das Leseerlebnis doch etwas gemindert.

Gefallen hat mir folgende Passage von Fanny über ihren Plan fürs Leben (in Bezug auf den Job etc.) „Ich weiß höchstens, was ich nicht will. Und das auch nicht immer.“ (S. 176).

Vielleicht ist das Buch einfach besonders geeignet für Jüngere, die noch nicht so richtig wissen, was sie von ihrem Leben wollen, noch zur Schule gehen und vielleicht kurz vor einem Wendepunkt stehen: Ausbildung oder Abitur und vielleicht dann Studium. Eigentlich doch auch mal ganz nett. In den meisten Büchern, die ich lese, stehen die Protagonisten fest im Leben, sind meistens unglaublich attraktiv und vor allem fast schon unnatürlich erfolgreich in ihrer beruflichen Laufbahn. Daher ist das doch auch mal eine ganz nette Abwechslung zu den sonst oftmals so perfekt erscheinenden Hauptpersonen. Ein Mädchen, das klug ist aber eben noch quirlig und unentschlossen und daher nicht ganz zielstrebig.

Meine Bewertung zum Buch:

Story

Originalität

Spannung

Überraschungseffekt

Schreibstil

Weiterempfehlung

Gesamt

 

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