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Leserillen: Must-have oder nicht mit mir?

Leserillen

Leserillen sind diese dünnen Fältchen, die im Rücken eines Buches entstehen, wenn das Buch beim Lesen zu weit aufgebogen wird. Meistens gesehen bei Taschenbüchern, vor allem bei dickeren Taschenbüchern, bei denen sich ein starkes Biegen beim Lesen kaum vermeiden lässt. Leserillen können aber unterschiedlich ausgeprägt sein, je nachdem, wie weit das Buch umgebogen wird. Manchmal sagt man zu Leserillen auch, dass der Buchrücken „rundgelesen“ sei.

Wie dem auch sei: Leserillen kommen unterschiedlich gut an. Während die einen sie lieben und unbedingt wollen, vermeiden andere diese kleinen Fältchen in ihren Bücherschätzen wie die Pest.

Wie handhabt ihr das? Ich habe gar nichts gegen Leserillen. Eher im Gegenteil. Mir kommen Bücherregale merkwürdig vor, wenn darin nur perfekte Bücher ohne irgendwelche Rillen zu finden sind. Auf mich wirkt das dann wie ein Regal voller ungelesener Bücher, so als hätte die Person nur einen riesigen SuB und kein einziges gelesenes Buch.

Ist natürlich Schwachsinn, ich weiß. Einige lesen ihre Bücher bewusst so vorsichtig und knicken sie dabei kaum, um sie anschließend ausgelesen und in perfekt erhaltener Optik in ihr Bücherregal stellen zu können. Nicht mit mir.

Ich möchte das Lesen genießen und dabei das Buch nicht wie ein rohes Ei behandeln müssen. Ich möchte mich beim Lesen gemütlich auf die Couch legen können und das Buch je nach meiner Position bequem halten können. Und das gelingt mir nur, wenn sich das Buch auch ein bisschen anpasst, ich es also biegen kann, wie es mir in dem Moment passt.

Also ein Hoch auf Leserillen. Sie machen das Bücherregal erst zu dem, was es ist. Ein Regal voller gelesener Schätze, die einem das Eintauchen in fremde Welten ermöglich(t)en, die aber dadurch auch gleichzeitig ein wenig benutzt und mitgenommen aussehen.

 

2 Kommentare

  1. Hi Lisa,

    ich passe bei neuen Büchern tatsächlich auf beim Lesen, damit keine Leserillen entstehen – bei älteren Büchern, oder die ich mir ertausche, also gebraucht sind, ist es mir ziemlich egal ;)

    Rundgelesen heißt aber nicht, dass Leserillen da sind. Ich hab Bücher, bei denen sich der Buchrücken wölbt, aber nicht „gerissen“ ist, also keine Rillen hat. Wobei das eher seltener der Fall ist.

    Auch kommt es auf das Material an – manche TBs bekommen Leserillen obwohl ich super aufpasse, das kann man bei manchen irgendwie nicht verhindern :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

  2. Linda Linda

    Liebe Aleshanee,

    ich heiße doch Linda, macht aber nix. ;)

    Es passen echt viele auf, dass ihre Bücher keine Leserillen bekommen. Ich höre grad aber zum ersten Mal, dass manche Bücher trotz echt aufpassen Leserillen bekommen. Ich dachte immer: Alle, die es wirklich probieren und super aufpassen, haben auf ewig Bücher, die wie neu aussehen. :)

    Liebe Grüße und mach dir einen schönen Abend
    Linda

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