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Die Verteidigung des Paradieses von Thomas von Steinaecker — Buchclub

Thomas_von_Steinaecker_Die_Verteidigung_des_Paradieses

Titel: Die Verteidigung des Paradieses
Autor: Thomas von Steinaecker
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (23. November 2017)
Taschenbuch: 416 Seiten

Nach dem Weltuntergang gehört der junge Heinz zu einer Gruppe Überlebender, die sich in die Bayerischen Alpen retten konnten. Aber dann stellt sich plötzlich heraus: allein Deutschland ist untergegangen. Und Heinz muss erfahren, wie es ist, nicht nur ein Dichter und Denker, sondern auch ein Flüchtling zu sein …

Keywords: Flucht, Überlebensinstinkt, Familie


Heinz träumt von einer Zeit vor dem Untergang, als er sich eines Nachts als kleiner Junge die Treppe runtergeschlichen hat, um ein kühles Glas Milch zu genießen.

Doch diese Zeit ist vergangen, der Untergang bereits elf Jahre her.

Schon zu viele Minuten verliert Heinz sich in seinen Gedanken, die anderen sind schon fleißig am arbeiten, um die Gemeinschaft am Laufen zu halten.

Aber heute ist Heinz‘ 15. Geburtstag, er darf das. Unabhängig davon, dass ihm zunächst niemand gratuliert und jeder seinen gewohnten Aktivitäten nachgeht, ohne Heinz besonders zu würdigen. Wenig später erhält er aber doch noch ein Geschenk: ein Buch, um Notizen über ihre Gemeinschaft anfertigen zu können.

Ich habe das Buch in meinem Buchclub gelesen, hätte sonst nie zu dem Buch gegriffen. Der Klappentext hat mich genauso wenig angesprochen, wie die Tatsache, dass das Buch als „Klassiker der Neuzeit“ gehandelt wird. Sowas schreckt mich nämlich eher ab. Immerhin sind Klassiker bekanntlich die Bücher, die zwar am meisten Lob erfahren, aber dennoch am wenigsten gelesen werden. ;) Ich verstehe auch nicht so ganz, warum zum Beispiel ausgerechnet dieses Buch gefördert wurde beim Schreibprozess und andere Bücher nicht. Es interessiert mich aber auch nicht so sehr, um die Gründe dafür zu recherchieren. Vermutlich wird die Thematik als literarisch wertvoll betitelt, was weiß ich. Doch nun komme ich mal langsam zum Inhalt und die Umsetzung.

Das Buch hat mich echt geschafft. Ich fand den Einstieg unfassbar schwierig, habe lange nicht so ganz verstanden, worum es geht. Die Mitte des Buches hat mich vollkommen mitgerissen, da fiel mir das Lesen leicht. Ich wollte wissen, wie es weitergeht. Zum Ende hin wurde das Buch wieder unverständlich und somit uninteressant für mich.

Auch ist mir nach dem Beenden des Buches nicht vollends klar, was mir der Autor mit dem Buch eigentlich sagen will. Ich verstehe es einfach nicht. Geht es darum, dass die Personengruppe zunächst auf der Alm vor sich hin gelebt hat, bis es nicht mehr ging und sie begannen die unvermeidliche Flucht anzutreten? Geht es um Heinz während der Flucht und der Phantasie von ihm ein Klon zu sein? Oder ist er es tatsächlich? Ich habe den Kern des Buches nicht verstanden, muss mir aber auch selbst eingestehen, dass ich Teile des Buches leicht überflogen – zwar gelesen – aber eben nicht verinnerlicht und darüber nachgedacht habe.

Einige Textpassagen waren etwas eklig und urplötzlich brutal. Das Buch ist für zarter besaitete Personen daher eventuell nicht die beste Wahl. Ich wiederum fand diese Absätze sehr gut. ;)

Mit dem Buchclub waren wir wieder frühstücken. Mittlerweile müssten wir eigentlich alle Frühstückslokale der Gegend getestet haben aber irgendwie gibt es andauernd noch Neues auszuprobieren. Zwei von sieben haben das Buch zum Zeitpunkt des Treffens nicht beendet gehabt und nur eine Interpretation/Zusammenfassung des Autors gelesen. Dadurch wussten sie allerdings Aspekte des Buches, die uns Lesern nicht aufgefallen sind, das war dadurch natürlich ganz interessant. Besonders hängen geblieben ist mir ein Element, dass eine von den Leserinnen bemerkt hat und dann uns gefragt hat. Sie hat sich nämlich gefragt, ob die Erinnerungen von Heinz, also die Erinnerungen, die in dem Buch beschrieben sind, alle wirklich so passiert sind oder ob die Geschichte ab einen gewissen Punkt ausgeschmückt wurde, da der Protagonist mittendrin überlegt, ob das Buch nicht mehr im Romanstil geschrieben werden sollte, also mehr Action beinhalten muss. Tatsache ist, ab dem Punkt im Buch (ca. 1/4) ging es mehr zur Sache, was mir das Lesen spannender gemacht hat. Ob es nun aber wirklich an einer Ausschmückung der Story gelegen hat oder daran, dass ab da einfach real mehr passiert ist – keine Ahnung ;)

Kurze Infos zum Autor Thomas von Steinaecker:

  • 1977 in Traunstein geboren
  • lebt in Augsburg
  • studierte Literaturwissenschaften und promovierte über literarische Fototexte
  • gewann bereits viele Auszeichnungen für seine Romane
  • neben der Arbeit als Schriftsteller dreht er Dokumentarfilme
  • „Die Verteidigung des Paradieses“ war nominiert für den deutschen Buchpreis

Meine Bewertung zum Buch:

Story

Originalität

Spannung

Überraschungseffekt

Schreibstil

Weiterempfehlung

Gesamt

 

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