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Der Menschenmacher von Cody McFadyen — Resümee

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Kennst du schon? Der Menschenmacher von Cody McFadyen - Ausblick

Titel: Der Menschenmacher
Autor: Cody McFadyen
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: 4. Aufl. 2012 (1. Dezember 2012)
Taschenbuch: 608 Seiten

Kurz und Knapp: David, Charlie und Allison haben immer zusammen gehalten. Sie hatten nur sich, um das zu überstehen, was der Mann, der von ihnen verlangte sie mit Dad anzusprechen, ihnen antat. Nach dessen Tod gingen sie lange getrennte Wege, zu niederdrückend keimten die Erinnerungen immer wieder auf. Doch aktuelle Ereignisse führen sie wieder zueinander.

Keywords: Gewalt, Unterdrückung, Kindesmissbrauch, Hoffnung

Charaktere im Buch:
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Auf einige Charaktere wurde in der Grafik verzichtet, da diese erst spät im Buch auftauchen und somit innerhalb der Übersicht spoilern könnten.


Gegenwart.

Zwei Männer stehen so getarnt, dass ihre Gesichter nicht zu erkennen sind, im Schlafzimmer einer Frau. Es ist mitten in der Nacht. Der eine Mann hält ihr eine Pistole an den Kopf und droht ihr mit schlimmen Schmerzen, wenn sie nicht genau seine Anweisungen befolgt. Sie gehorcht und steigt schließlich in das sargähnliche Gefäß.

Texas, 1974.

Das Zusammenleben von David und seiner Mommy, wie er sie liebevoll nennt, wird beschrieben. David liebt sie, ist glücklich trotz des wenigen Geldes, dass den beiden zum Leben zur Verfügung steht. Ihre gemeinsamen Rituale zur Weihnachtszeit genießen sie, als plötzlich ein Unfall alles für immer verändert. David wird adoptiert.

Ich habe das Buch bewusst erstmal sacken lassen, bevor ich mich an das Resümee setze. Auch jetzt noch, Tage nachdem ich das Buch beendet habe, bin ich mir nicht genau über meine Meinung zu dem Buch sicher.

Es war grausam, angsteinflößend in Bezug auf menschliche Abgründe und vor allem durchwachsen. Durchwachsen von Hoffnung und unausweichlichem Grauen, aber auch die Handlung und den Spannungsbogen an sich empfand ich als durchwachsen.

Nachdem das Buch insgesamt doch recht spannend begann, folgte lange Zeit kaum noch etwas daraufhin. Für mich benötigte McFadyen recht lange, um das tatsächliche Bild der Geschichte aufzubauen. Als das aber erfolgt ist, ging es doch ziemlich fesselnd weiter. Eigentlich gehöre ich zu denjenigen, die Abartigkeiten gerne lesen und die kaum etwas schocken kann. Das Buch ging für mich an einigen Stellen jedoch sehr ans Limit. Kinder werden misshandelt und die scheinbar endlose Reihe an Gewalttaten und die unausweichliche Situation dahinter gestalteten das Lesen zeitweise als schwierig. Es wirkte alles sehr bedrückend und endgültig, perfekt in Szene gesetzt durch die passende Wortwahl des Autors.

Dem Autor ist es gelungen aufzuzeigen, wie die Entwicklung unschuldiger Kinder beeinflusst wird, alleine durch die Erziehung. Und genau diese Erziehung war in diesem Fall grauenhaft und prägend. Inwiefern diese erzieherischen Maßnahmen Auswirkungen auf die spätere Richtung der Leben dieser Kinder hat und was diese Kinder aus ihrem Leben gemacht haben fügt McFadyen in „Der Menschenmacher“ Stück für Stück zusammen.

Ein Buch, das mitnimmt, zum Nachdenken anregt, aber auch einfach nur unfassbar traurig und ratlos zurücklässt.

Meine Bewertung zum Buch:

Story

Originalität

Spannung

Überraschungseffekt

Schreibstil

Weiterempfehlung

Gesamt

 

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